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Notpakete für Flüchtlinge auf der Balkanroute

Mazedonien, Serbien.

Tausende Flüchtlinge reisen auf ihrem Weg in eine sicherere Zukunft quer durch Mazedonien und Serbien. Die dramatischen Bilder aus dem Balkan erschüttern, machen uns wütend, hilflos und traurig. Unsere Partner in Mazedonien und Serbien helfen.

Spenden Sie den Menschen auf der Flucht eine Rettungsdecke und ein Hilfspaket! Einzahlung mit Vermerk: Flüchtlinge Balkanroute!

Update 1

Tabanovce, mazedonisch-serbische Grenze. Der Zug fährt ein. Die Flüchtlinge steigen aus und machen sich zu Fuss auf den Weg über die Grenze. Viele sind erschöpft und entmutigt. Zu lange sind sie schon unterwegs und zu weit entfernt scheint ihnen die neue Heimat. Bore und Rule B. verteilen Notpakete: Brot, Hühnerfleischpaste, Wasser, Fruchtsaft und für Familien Pampers, Reinigungstüchlein, Decken für die Kinder. Sie haben auch ein Traktat mit Bibelversen in arabischer und englischer Sprache drucken lassen. In Nordserbien hilft unser Partner Ivica S. den Flüchtlingen.

Unsere Partner schenken den Flüchtlingen an der Grenze ein Notpaket für die nächste Etappe.

Update 2

Mazedonien: Seit einigen Monaten sind unsere mazedonischen Partner regelmässig auf dem kleinen Bahnhof von Tabanovce an der serbischen Grenze anzutreffen. Mit einem Helferteam aus den Kirchen von Skopje verteilen sie den Flüchtlingen Lebensmittelpakete, Socken, Kappen, Regenschützen und Rettungsdecken. Die dünnen Folien reflektieren die eigene Körperwärme, sind sehr klein und leicht und eignen sich deshalb gut für die lange Reise. Bore und Rule B. haben sich früh, als noch wenige halfen, für die Flüchtlinge eingesetzt. Sie haben ein grosses Herz für Menschen in Not. Ihre Herzlichkeit ist auch mitten in 1000 Flüchtlingen unverkennbar. Ganz besonders wenn Rule Kinder sieht, vergisst sie alles andere und kümmert sich um das eine Kind. Als sie anfingen zu helfen, war alles noch sehr unorganisiert. Doch nun ist der Bahnhof von Tabanovce eingezäunt und es braucht Bewilligungen und Ausweise für alle Helfer. Man kann nicht einfach mal hinfahren und helfen wie man will. Vertrauen ist wichtig. Unsere Partner kennen die Verantwortlichen gut und sind jederzeit sehr willkommen.

Der Aufwand für einen Einsatz ist gross: planen, mit anderen Helferteams koordinieren, Fahrzeuge und Helfer finden, einkaufen, Brote streichen, Pakete zusammenstellen… Und dann, wenn er Zug einfährt, ist alles in weniger als einer Stunde vorbei. Ich (Hans Ueli Beereuter) habe es selber erlebt, wie schnell die Flüchtlinge den Gleisen entlang weiterziehen, um endlich eine neue besser Heimat zu finden.

Der Herbst auf dem Balkan war ungewöhnlich schön und warm.

In diesem Herbst war es auch auf dem Balkan ungewöhnlich schön und warm. Nur an einzelnen Regentagen waren die wärmenden Rettungsdecken bisher gefragt. Doch nun ist die kalte Zeit nicht mehr aufzuhalten und die Flüchtlinge hüllen sich gerne in eine Gold-Silber-Folie. Die Gemeinden in Mazedonien spenden Kleider und Schuhe für die Flüchtlinge. Sie sehen, was die Menschen brauchen und reagieren flexibel auf die Bedürfnisse und das Angebot anderen Hilfsorganisationen.

Serbien: Unser Partner Ivica S. trifft bei seinen Einsätzen auf andere Verhältnisse. Die Flüchtlinge kommen nicht in langen Zügen, sondern mit alten Reisecars zu verschiedenen Grenzübergängen an der serbisch-kroatischen Grenze. Alles ist noch improvisiert, denn hier sieht man Flüchtlinge erst, seit Ungarn die Grenzen geschlossen hat. Doch die Menschen sind dieselben. Traumatisierte, dem Terror entflohen, eine Zukunft suchende Männer und Frauen aus Ländern in denen seit Jahren Krieg und Terror herrschen. Licht im Osten ist nicht allein. Vielen helfen. Und das ist auch nötig so, denn noch immer überqueren in jedem Land, entlang der Balkanroute, täglich 5000 bis 10000 Menschen die Grenze in der Hoffnung, irgendwo ein Leben mit Zukunft zu finden. Ivica und sein Team bleiben jeweils so lange an der Grenze, bis sie alle Hilfspakete verteilt haben. Einer der treusten Helfer ist Mile, ein Roma, der selber Armut nur zu gut kennt. Ihm ist Jesus im Traum begegnet. Diese Begegnung wurde zum Anfang für ein neues Leben, deshalb fährt er nun mit an die Grenze und hilft den Flüchtlingen mit Lebensmittelpaketen und Rettungsdecken.

 

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