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Erdbeben in Nepal: Zerstörung und Verzweiflung

Nepal.

Am Mittag des 25. April 2015 erschütterte ein gewaltiges Erdbeben den Himalayastaat Nepal (Stärke 7.8). Neben zahlreichen Nachbeben folgte knapp zwei Wochen später ein weiteres Starkbeben. Über 8’700 Menschen kamen ums Leben und mindestens 500’000 Häuser wurden zerstört. Das Hoffnungsnetz ist vor Ort mit Soforthilfe und Untersützung im Wiederaufbau.

Nach der akuten Nothilfe wurde aufgrund der rasch folgenden Regenzeit der Wiederaufbau von stabilen Häusern ein wichtiger Zweig der Unterstützung. Diese sollten den Menschen eine bessere Unterkunft bieten als die notdürftig aufgestellten Hütten aus Trümmern und Planen. Zudem müssen diese Häuser auch trockene Plätze zur Lagerung der bereits eingebrachten Ernte bieten.

Der Bau eines sicheren, langfristig nutzbaren Gebäudes nimmt viel Zeit in Anspruch, Zeit die nicht zur Verfügung stand. Doch es konnten pragmatische Lösungen gefunden werden. Die Leute bauen sich aus Bambus ein Gerüst für ein provisorisches Haus und decken es rundherum mit Wellblechen ein, die unsere Partner zur Verfügung stellen. Nach der Regenzeit kann ein Verputz angebracht werden, der das Haus zu einem permanenten Heim macht. Mindestens 1315 Familien sollen ein solches Haus bauen können. Weiter hat die Trinkwasserversorgung Priorität. Viele Brunnen und Quellen wurden durch das Beben verschüttet oder der Zugang abgeschnitten. Im Juni konnten 12 Personen in Nepal von einem Experten im Bau von Biosandfiltern ausgebildet werden. Die Produktion läuft, in fünf Distrikten sollen rund 2000 Familien einen solchen Filter erhalten, der ihnen täglich bis zu 80 Liter sicheres Trinkwasser liefern kann.

Viele Menschen sind durch das Erlebte stark traumatisiert durch die Todesangst, den Verlust nahestehender Menschen und durch den Anblick von verstümmelten Leichen. Eine Schulung für Traumahelfer ist gestartet, bis zu 250 Seelsorger sollen ausgebildet werden, um in ihrem Umfeld Menschen bei der Traumabewältigung zu unterstützen.

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Weiterhin Unterstützung nötig

Die Kosten für die Nothilfe sind hoch, da Hilfsgüter aufgrund der Lage im Hochgebirge praktisch nur durch die Luft transportiert werden können.

Mit CHF 40.- finanzieren Sie einen Biosandfilter, der einer Familie sicheres Trinkwasser schenkt.

CHF 150.- kosten die Bleche für den Bau eines winterfesten Hauses.

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